| TOM SCHIMMECKs ARCHIV | ||||
| Der Autor | ||||
|
Partiell frei Eine Kurzvita des Autors dieser Zeichenflut
om Schimmeck, Verfasser der hier versammelten Reportagen, Berichte und Portraits, wurde 1959 in Hamburg an der Elbe geboren. Mit 18 Jahren schloss er sich der Hamburger Initiative zur Gründung einer linken Tageszeitung an. Und so begab es sich, dass er bei Gründung der Zeitung, im April 1979, in den kargen, kohlebeheizten Räumen des Hamburger "taz"-Büros saß und sich der großen und unvertrauten Aufgabe gegenüber sah, nunmehr flott Artikel über das Geschehen in der Stadt fabrizieren zu müssen. Heute nennt er diese Phase des wüstesten Dilettierens beschönigend "learning by Den "taz"-Jahren in Hamburg, Berlin und Bonn folgte ab 1984 ein Phase freiberuflichen Wirkens in Presse und Funk. Bei den Gewaltigen des NDR hatte Schimmeck - bei der "Tageszeitung" zuvor auch zu Medienthemen aktiv - zwar einen hohen Bekanntheits-, zugleich aber einen extrem niedrigen Beliebtheitsgrad. Sein öffentlich-rechtliches Schaffen blieb folgerichtig auf wenige Sendestunden begrenzt. Freundlicher zeigten sich die "Frankfurter Rundschau" und die (längst verblichene) legendäre Monatszeitschrift "Transatlantik", wo ihm erstmals das volle Sadomaso-Erlebnis des Schreibens wirklich langer Texte zuteil wurde. Auch "Konkret" und "natur" druckten Elaborate. Dem freien Schaffen machte der Dichter 1986 ein Ende, als er dem Werben eines berüchtigten Wiener CocaCola-Trinkers erlag und als Reporter zu der damals noch nicht erschienen "Liufestyle"-Zeitschrift "Tempo" ging. Die Reisen waren gut für den Horizont, nur mit dem Lifestyle konnte er leider nichts anfangen. Danach ging er als Politredakteur zum "Spiegel" - eine große Chance, neue, faszinierende und schmerzvolle Erfahrungen zu machen.
Kurz vor Ende des dritten Dienstjahres jenem magischen Zeitpunkt, da beim "Spiegel" die Beteiligung des Mirtarbeiters am Betriebsgewinn zu fließen beginnt entschloß sich Schimmeck, die Burschenschaft an der Brandstwiete für einige Jahre zu verlassen und ohne die Zwänge einer Redaktion ins Ausland zu gehen. Die Wahl fiel auf Südafrika. Dort fand er eine Neugier wieder, die daheim schon zu schwinden drohte. Nach einigen Querelen mit den dortigen Behörden bekamen seine Freundin und er tatsächlich Visa und zogen Ende 1989 gen Süden. In Afrika arbeitete er für "Merian", "Geo", "Sports", "SZ Magazin", Zeitmagazin" und "profil", gelegentlich auch für "Spiegel", "Stern", "taz" und andere Blätter.
Mitte 1992 holte ihn das österreichische Magazin "profil" als Auslandsreporter nach Wien. Ein Jahr später wechselte Schimmeck zur "Woche" nach Hamburg. Beide Jobs führten ihn auf allerlei Weltreisen - nach Asien, Amerika, in diverse Ecken Europas und zuweilen "zurück" nach Afrika. Auch das Geschehen in Deutschland begann ihn wieder zu interessieren. Seit 1996 lebt er mit seiner Familie als freier Autor auf dem Lande. "Die Woche" war bis zu ihrer Einstellung sein Hauptblatt. Heute schreibt er Reportagen, Berichte und Kolumnen über politische und wissenschaftliche Themen für viele Zeitungen und Magazine. Aus Deutschland berichtet er zuweilen als Hilfskorrespondent für "profil". Des Autors besonderes Interesse richtet sich derzeit auf die Biowissenschaften, die USA, Südafrika, die Schwarzmeerregion sowie die Krise der Öffentlichkeit. Seine besondere Liebe gilt dem Radio, was sich in der Produktion zahlreicher Radiofeature für den Deutschlandfunk und andere Funkhäuser niederschlägt. |
|
|
Copyright: Tom Schimmeck |